22.KW / Schneefall in Australien

Advent und Lieder / Weihnachtsoktav, Op. 111

 1. Da alles mit dem Mensch beginnt,vor seinen Augen jäh zerrinnt, sei Du mein Herz der Länder. Die Jahre, die uns geschenkt, wenn deine Güte uns nicht lenkt, veralten wie Gewänder.
 Weihnachtsoktav
  2. Der Du die Zeit in Händen hast, Herr nimm auch dieses Jahres Last und wand´le bei Dir Segen. Nun von Dir Selbst in Jesum Christ die Mitte fest gewiesen ist, führ´ uns dem Ziel entgegen.
  3. Wer ist hier, der vor Dir besteht? Der Mensch, sein Tag, sein Werk vergeht: Nur Du allein wirst bleiben. Nur Gottes Jahr währt für und für, drum kehre jeden Tag zu Dir, weil wir im Winde treiben.
  4. Der Mensch ahnt nichts von seiner Frist. Du aber bleibest, der Du bist, in Jahren ohne Ende. Wir fahren hin durch Deinen Zorn, und doch strömt Deiner Gnade Born in uns´re leeren Hände.
 5. Und Diese Gaben, Herr, mit Dank, laß Wert und Maß der Tage sein, die wir in Schuld verbringen. Nach ihnen sei die Zeit gezählt; was wir versäumt, was wir verfehlt, darf nicht mehr vor Dich dringen.
  6. Du, der verheißt von Ewigkeit und Anfang, Ziel und Mitte weist, im Fluge uns´rer Zeiten: Bleib´ Du Uns gnädig zugewandt und führe Uns an Deiner Hand, damit wir sicher schreiten.
 7. Ach, wie bezwang die edle Lieb´, ins bitt´re Joch der Schmerzen, zu geben Dich mit Dräuen. Wenn Du Dich neigest in den Tod, ein retten aus der Todesnot, mich und mein armes Leben.
 8. Denk´, Pfeil und Herz nach Flammenstich, an uns´rer aller Sünd´. Zur Seelenspeis´ mein Troste. Für uns die Heimat Gluten schürt, den beiden Herzen Farbgrund, für mich und mein klein Lamme.

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